Teil eines Werkes 
2. Band (1834)
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Befehl ſehr erwüuſcht geweſen wäre. Hatte ich doch in ihm den ſchicklichſten Vorwand, in den Bereich jener Sonnenſtrahlen zurückzukehren die ſonſt ſchon mein Herz in Gluth und Flammen verſetzt, die mein Leben gelichtet und verklärt haben; durft' ich doch auf dieſen Befehl der Sonne ſelbſt nahen, die ich, gleich dem Indianer, anbete! Hielt mich doch in Rom weiter nichts, als das herzloſe Geſchäft des Kaufmannes, als das kalte Rollen meines Gel⸗ des und die todte, matte Sprache meiner Wechſel⸗ briefe. Der Sonnendienſt ruft dich! jauchzte ich, als ich den Befehl der Signoria erhielt; zog meine WVechſel, kaſſirte mein Geld ein und flog nach Flo⸗ renz. Mein lichtgieriges Auge ſuchte emſig die Sonne, aber Nacht war's in Florenz; mein ſcharfes Auge durchmuſterte alle Masken auf den Straßen und in den Sälen, ich durchſtürmte die Paläſte der Nobili, aber Camilla Cafareli, die ich allein ſehen wollte, ſah ich nirgend. Ich forſchte, ich fragte; ach! Niemand wollte wiſſen, wohin Ihr ſeit Beginn dieſes Jahres gegangen. Man flüſterte mir zu: Giuliand Medici werde von Euch geliebt, Camilla; es fuhr mir wie tauſend Dolche durch die Seele. Ich dingte Kundſchafter, ich ſandte ſie aus, ihnen