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„Wie, Signor Francesco!“ rief die Dame er⸗ ſtaunt, ſeyd Ihr's wirklich? Euch ſeh' ich hier, den ich in Rom wähnte, die Vaterſtadt vergeſſend, bis zur überfülle umgeben von Reichthum und Ge⸗ nuß, die reizenden Schönen der Veltſtadt in hun⸗ derterlei verſchiedenen Geſtalten umſchwärmend, wozu die fröhliche Faſchingszeit Euch die Veranlaſſung bietet!“
„So wißt Ihr nicht, ſchöne Soh daß die Signoria von Florenz mir den ſtrengen und unge⸗ rechten Befehl ertheilt hat, meinen Aufenthalt nicht länger in Rom zu haben, ſondern zurückzukehren. während man Andern, ohne Anſtoß, zu leben und
zu bleiben vergönnt, wo ſie nur immer Luſt und
Belieben haben?“
„Kein Wort weiß ich von den öffentlichen An⸗ gelegenheiten, ſeit ich mich in dieſe ſchöne Einſam⸗ keit zurückgezogen habe,“ verſetzte die Dame.
„Vielleicht hätt' ich mich dieſem unſinnigen Be⸗ fehle, hinter welchem ſich doch weiter nichts, als die Tücke der beiden ſtolzen Medict verſteckt, mit Kraft und Erfolg widerſetzt, vielleicht hätt' ich die in Rom kraftloſen Befehle der abhängigen Signoria von Florenz verlacht, wenn mir nicht gerade dieſer


