Teil eines Werkes 
Der große Reichstag zu Augsburg und der Zug nach Tunis : 3. Theil (1850)
Entstehung
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und der Zug nach Tunis. 37

den und iſt von beiden zu wichtigen Sendungen gegen die Intereſſen Eurer Majeſtaͤt gebraucht worden. So ſcheint er mehr als einmal beim Großſultan geweſen zu ſein und das Buͤndniß zwiſchen dieſem und dem Koͤnig Franz ver⸗ handelt zu haben. In Algier hat er ſogar unſre heilige Religion abgeſchworen und iſt zum Islam uͤbergetreten. Genug, er iſt ein faſt eben ſo großer Feind Eures kaiſer⸗ lichen Hauſes und insbeſondere Eurer geheiligten Perſon, wie ſeine Mutter eine Feindin. Auch iſt er vom Koͤnig Franz als Bote und Unterhändler an den Herzog ulrich von Wuͤrtemberg geſchickt worden, und ſein Auftreten im Bauernkriege haͤngt mit dieſer Feindſchaft zuſammen, ob⸗ gleich wir wiſſen, daß es eigentlich ſeine Mutter geweſen iſt, die ihn gezwungen hat, unter den aufruͤhreriſchen Bauern zu kämpfen.“

„Das ſind ſcheußliche Dinge, die Ihr mir von dem Menſchen ſagt, und wahrlich nicht geeignet, ihm meine Gnade zuzuwenden.“

„Er bedarf deren auch nicht, Majeſtät. Ihr werdet gewiß nichts dagegen haben, daß er Zeit ſeines Lebens in unſerm Hauſe in der Stellung verbleibt, die er einmal eingenommen hat, und die die ſeinen Umſtaͤnden angemeſ⸗ ſenſte iſt.“

„Ihr habt recht. Er lebe, arbeite und ſterbe bei Euch. Es ſei ferner nicht mehr die Rede von ihm!“— Doch was iſt aus ſeiner Mutter, dem argen Weibe, geworden?“

„Wir haben uͤber dieſe ungemein böſe und rachgierige,