Teil eines Werkes 
Der große Reichstag zu Augsburg und der Zug nach Tunis : 3. Theil (1850)
Entstehung
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36 Der große Reichstag zu Augsburg

hoͤrten, hatte er vor der fur ihn verhängnißvollen Schlacht auf dem Bauernhofe, wo er geboren worden iſt, niederge⸗ legt, und ſie kamen ſpater in unſte Hände. 6

„Von dieſen Papieren habt Ihr mir nichts geſchrieben. Was enthalten ſie?“

„Es war der ausdruͤckliche Wille meines Ohms, durch⸗ aus keinen Gebrauch davon zu machen, wenn dies nicht die Nothwendigkeit gebiete. Bei ſeiner Geiſteskrankheit iſt natuͤrlich eine ſolche Nothwendigkeit nicht zu erwarten. Aerztliche Behandlung hat ihn nicht heilen koͤnnen; er wird ſein Leben in dieſem traurigen Zuſtand beſchließen. Neue Aufſchluͤſſe uͤber die oͤffentlichen Angelegenheiten Ewr. Majeſtaͤt enthalten die Geſchriften nicht, und mein Ohm hatte jedenfalls ſeine gute Abſicht, als er mir verbot, ihren Inhalt zu irgend eines Menſchen Kenntniß zu brin⸗ gen. Auch ſind ſie meiſt in arabiſcher Sprache abgefaßt, und es hat uns viel Zeit und Muͤhe gekoſtet, ſie mit der gehorigen Vorſicht ins Deutſche uͤberſetzen zu laſſen. Ein gelehrter Rabbi in Wien hat uns fuͤr ſchweres Geld dieſen Dienſt geleiſtet.“

„und Ihr ſeid heute noch nicht gewillt, das Verbot Eures verſtorbenen Ohms zu umgehen?“

„Ich wuͤrde mit Ew. Majeſtät eine Ausnahme machen, wenn Ihr es befoͤhlet.“

„Wohlan ſo macht mich mit dem Inhalte bekannt!“

„Martin hat danach nicht nur im Dienſte des Koͤnigs von Frankreich, ſondern auch des Dei von Algier geſtan⸗