und der Zug nach Tunis. 1 8 nach
Scheide, der von Aſtorga das Scepter, der Herzog Aleſſan⸗ dro von Medici den Reichsapfel und der Markgraf von Montferrat die Krone vor. In einer Kapelle der Kirche empfing ihn der Kardinal von Tortoſa und verrichtete, vermoͤge paͤpſtlicher Vollmacht, die Salbung auf die Schul⸗ tern und den rechten Arm an ihm. Hierauf wurden in der Sakriſtei dem Kaiſer von Kardinaͤlen die koͤniglichen Gewande angelegt. Indeſſen kam der Papſt in die Kirche, dem der Kaiſer ehrerbietig entgegen ging. Der Papſt trat, nach Beendigung der Meſſe und mehrer Chorgeſaͤnge vor den Altar, der Kaiſer kniete auf ein Sammtkiſſen vor ihm. Der Papſt ſteckte dem Kaiſer einen koſtbaren Ring an den Zeigefinger der rechten Hand und guͤrtete ihm das Schwert um, beides mit der Wortformel des alten Ritus. Der Kaiſer ſtand auf, zog das Schwert und fuͤhrte damit drei Stteiche in die Luft, ſteckte es wieder in die Scheide, kniete wieder nieder und empfing die lombardiſche Koͤnigskrone aus des Papſtes Hand auf das Haupt. Er kuͤßte dem Papſt den Fuß und erhob ſich. Der Papſt ſtimmte das Te deum laudamus an. Der Chor fiel ein und ſang dann das Agnus dei, während deſſen Papſt und Kaiſer den Friedenskuß auf die Wangen wechſelten.
Der Papſt ertheilte hierauf allen Anweſenden auf hun⸗ dert Jahre Ablaß und beſchloß damit die Kroͤnungsfeier. Hand in Hand gingen Papſt und Kaiſer in den Pallaſt zuruͤck.
Die Menſchenmenge, die aus ganz Italien zuſtroͤmte,


