und der Zug nach Tunis.
beide Kniee nieder und kuͤßte dem Papſt den Fuß. Cle⸗ mens hob ihn auf, kuͤßte ihn auf Stirn und Wangen und gab ihm die Hand. Karl ſprach:„Allerheiligſter Vater, ich komme hier zu den Fuͤßen Eurer Heiligkeit in der Ab⸗ ſicht, die ich ſtets gehabt, mit Euch gemeinſchaftlich zum Beſten der Chriſtenheit, die ſchon lange Noth leidet, zu wirken, und bitte ich Gott, der mir ſo große Gnade erwie⸗ ſen, er moͤge unſer Vorhaben ſegnen und machen, daß meine Ankunft allen Chriſten zum Vortheile gereiche.“
Der Papſt erwiederte:„Ich verſichre Ew. Majeſtät, daß ich nichts eifriger, als dieſe unſre Zuſammenkunft ge⸗ wuͤnſcht; Gott und alle Heiligen moͤgen mir Zeuge ſein! Und ich bin der goͤttlichen Majeſtät vielen Dank ſchuldig, daß ſie Euch ſo gluͤcklich hierher gebracht und mir die Freude goͤnnt, Euch zu ſehen;z ferner, daß ſie die Dinge ſo gewendet, daß ich nicht zweifle, es werde durch Eure kaiſer⸗ liche Macht nicht nur der Kirche, ſondern auch ganz Europa der Friede wieder gegeben werden.“
Nach dieſer Begruͤßung beſchenkten ſie ſich mit einigen Kleinodien und ſtiegen dann von der Buͤhne unter dem Beifallsruf des Volkes herab, der Kaiſer zur Linken des Papſtes. Jener begab ſich mit mehren Kardinaͤlen in die Kirche, um ſein Gebet zu verrichten, dieſer in ſeinen Pal⸗ laſt. Zunaͤchſt daran war der Pallaſt des Kaiſers und beide durch eine neuerbaute hoͤlzerne Gallerie verbunden, ſo daß ſie ſich ſprechen konnten, ohne die Straße zu be⸗


