— 25
der Jungfrau und allen Heiligen ein genehmes Werk zu begründen. Wir wollen den Grundſtein zu einer Zufluchtsſtötte aller Sünder und Lebens⸗ müden errichten. Euch, fromme Männer, bat ich zu mir, daß Eure Hände dieſe Stellen weihen möchten. Spreche drum Eure heilige Zunge den Segen über das Land, über den Grundſtein und über Alles aus, wovon das Kloſter erbaut werden ſoll.
Und die Mönche ſtimmten ihre Chorgeſänge an, und weiheten mit Sprüchen und Weihwaſſer den Boden. Drauf trat Graf Ludwig hinzu, und erfaßte den Grundſtein, ſprechend:
„Und des Baues Grund zu legen, Senk ich ſelber dieſen Stein
Mit des Himmels reichem Segen In der Erde Schvos hinein.“
Und mit Hülfe der Steinmetze ſenkte er ihn
binah, nahm Hammer und Kalle und befeſtigte
ihn, unter der Mönche Geſang. Die Prälaten ſtiegen nun auch hinab und beſprengten den Stein, ſielen dann auf die Kniee und beteten:
Herr, hör' unſer Flehn!— Gib Gedeihn!—
Laß dies Haus erſtehn!— Ruhm und Preis ſind dein—


