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Den Mönchen aber folgte ein fröhlicher Hoch⸗ zeitszug, Käthchen und Konrad in der Mitte; Alle waren gar feſtlich geſchmückt, und ſangen, wann die Mönche ſchwiegen:
Es ladet der Kranz Zum heiterſten Feſte. Es kommen die Gäſte Zum Hochzeitstanz.
Der Kranz iſt gewunden Und wiegt ſich im Haar, Das Band iſt gebunden Und feſſelt das Pagr.
Der Tanz wird geſchlungen In lachenden Reihn;
Das Lied wird geſungen
Beim Klang der Schalmein.“
Die Bergleute, an ihrer Spitze der Ober⸗ ſteiger, machten die dritte Abtheilung des Zuges aus. Sie ſangen gar ergötzlich:
„Wir ſteigen auf zu Tag Aus den finſtern Gängen und Halten, Es ruht der Meiſelſchlag, Heut mögen die Geiſter dort walten. Sie ſcheun das Sonnenlicht, Und fliehen die Luſt und die Freude. Wir fürchten beide nicht, Wir lieben, ja lieben ſie beide.“
IV. 17


