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ſammen und beide Väter ſegneten ſie. Ein zwei⸗ ter froher Tag reihete ſich an den erſten. Die Leute waren heute des Grafen Gäſte auf der Burg. Nur der Oberſteiger ſah ſehr ernſt drein, und Kurt raufte ſich den jungen Bart. Sein einziger Tryſt war, daß der Oberſteiger Käthchen nicht bekommen; dann verſenkte er ſeinen Unmuth in die Weinkanne.
Einige Wochen darauf, an einem ſehr heitern Herbſttage, war noch viel mehr Volk im Thale um Reinhard's Hütte verſammelt. So weit das Auge reichte nichts als geputzte Menſchen. Aus den Thoren der Schauenburg quoll ein ſtattlicher Zug. Da kamen Aebte und Prälaten in ihren reichen Ornaten, von Chorknaben und Mönchen in großer Zahl begleitet. Die ſangen;
Wir ſprechen mit Vertrauen, Herr! deinen Namen aus, Wir gründen und erbauen, Du heiligſt dir das Haus.
Herr laß ihn doch gelingen, Der Hände regen Fleiß, Laß Alles gut vollbringen, Zu deines Namens Preis!⸗


