Teil eines Werkes 
4. Band (1834)
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geſühnt werde, und ſo wird das Kloſter ein rech⸗ tes Werk und eine ächte Freiſtatt der Liebe ſein.

Auch in meine Seele leuchtete ſchnell das Licht der Ahnung, ſprach die Gräfin, adaß das Kloſter bei jenem Borne ſtehen ſoll, wo der Töpfer Reinhard die wunderbaren Lichter ſchon oft bemerkte.

Kinder» ſagte der Graf gerührt zu dem Volke,Ihr hättet mir keine ergötzlichere Bot⸗ ſchaft hinterbringen können. Ich danke Euch da⸗ für! Und weil der Töpfer Reinhard vom Him⸗ mel auserſehn war, die wunderbaren Lichter zu⸗ erſt zu ſehen, ſo erlaub' ich ihm, zum Zeichen meiner Gnade, die freie Jagd in allen meinen Forſten, zeit ſeines Lebens; jedoch mit der Be⸗ dingung, daß er ſich ſogleich hier vor unſern Au⸗ gen mit dem braven Konrad ausſöhne, ihm ſein Käthchen zum Weibe gebe, und auch den Vater Konrad umarme. So zahl' ich dir meine Schuld wandte ſich Ludwig zu dem alten Konrad.

Deine Tochter will ich ausſtatten, Reinhard, ſagte Adelheit; und der Töpfer fiel der hohen Herrſchaft zu Füßen, ſein Starrſinn war gebro⸗ chen, und nait zitternder Stimme ſagte er:Zu

groß kommt Eure Gnade über mich.*

Der Grof legte die Hände der Liebenden zu⸗