Teil eines Werkes 
4. Band (1834)
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zum Born, als die wunderbaren Lichter ſich entzündeten?2

Ich liebe Käthchen. 2

»Und doch warſt du deiner Pflicht getreu. Alter Konrad,» wandte ſich der Graf an ſeinen Begleiter,«dein Sohn iſt doppelt lobenswerth.» Und der Vater ſchloß den Sohn in die Arme.

Des Töpfers Strenge,v erzählte der Letztere, auf des Grafen Geheiß, swehrte mir den Zutritt in ſein Haus, und Käthchen fürchtete, er möchte uns ein Mal am Tage im Walde überraſchen. Da kamen wir Nachts am Borne zuſammen, und gute Geiſter zogen eine ſchützende Mauer um uns. Das waren die Lichter, vor denen wir uns erſt fürchteten, die wir aber gar bald lieb gewannenz; denn ſie leuchteten uns gar freundlich.

Meine ſchöne Ahnung befeſtigt ſich,2 ſagte der Graf. aIn dieſer Nacht habe ich den Him⸗ mel um ein Zeichen gebeten, wohin ich das erſte Kloſter bauen ſoll, und lange vorher bat mich Gott erhört, der unſre Gedanken von Ewigkeit vvraus weiß. Die wunderbaren Lichter ſind das Zeichen. Unſre Liebe, meine theuere Adelheit, wird es bauen, um ſich zu ſühnen; und der Liebe

dieſes jungen Paars hat ſich der Himmel offen⸗

bart, damit auch ſie mit dem Hoſſe des Vaters