Teil eines Werkes 
4. Band (1834)
Einzelbild herunterladen

249

Kurt bemerkte ſeiner Seits Käthchen's Abwe⸗ ſenheit auch ſogleich. Er ſchaute ſich überall nach ihr um; dann ſpäete er argwöhniſch in die Nacht hinaus. Er ſah etwas ſchimmern. Wie, wenn ſie das wäre? Ich muß ihr nach, um mich zu überzeugen. Vielleicht will der Oberſteiger allein mit ihr koſen. Teufel, ich erwürg' ihn. Und ſchnell war er hinterher.

Käthchen kam an den Vorn; es raſchelte im Laube. aKonrad!v flüſterte ſie, und der Vogt lag Küſſe trinkend an ihrer Bruſt. Kurt kam auch heran, glaubte aber feſt, es ſei der Ober⸗ ſteiger, dem das Glück zu Theil werde, wonach er ſich vergeblich ſehnte, und lief wüthend fort, um es ſeinem Meiſter anzuſagen. Als er auf den Tanzplatz kam, fand er wohl den Oberſteiger, aber Reinhard nicht, und rennte nun wie toll nach der Hütte. Der Töpfer trat eben mit Arm⸗ bruſt und Spieß bewaffnet heraus.

Meiſter!v rief der J Junge. Die Käthe minnt mit einem Buben am Hexenborn. Ich habe ſie belauſcht. Erſt dacht' ich, es wäre der Oberſtei⸗ ger, aber der iſt auf dem Tanzplatz. Und wenn ich mich recht erinnre, hab' ich die Feder auf des Vogts Hute geſehen; ich dachte nur nicht an ihn.