Teil eines Werkes 
4. Band (1834)
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Borne ſobald es dunkel iſt. Wirſt du mich ver⸗ geblich harren laſſen, Käthchen?„

(Ich will mich dem Schutze aller Heiligen empfehlen und kommen,? ſagte das Mädchen mit gefalteten Händen und frommen Blicken.„Doch nun leb' wohl! Zu lange hab' ich ſchon mit dir geplaudert. Leb' wohl! Ich komme!» Und wie das flinke Reh war ſie den Berg hinab und der Vogt verſchwand in Buſch und Hecke.

Der Herbſt gilbte die Blätter, und Konrad und Kätbchen hatten manche zärtliche Racht ſchon am gefürchteten Hexenborn zugebracht, umgauckelt von den wunderbaren Lichtern, die bald nah, bald fern, bald groß, bald klein, bald in Menge flacker⸗ ten, bald alle verſchwunden waren, und immer wie fröhliche Kinder den Born umhüpften*). Erſt hatte ſich Käthchen vor ihnen gefürchtet, und ſelbſt Konrad war nicht ganz wohl dabei gewe⸗ ſen, bald aber gewöhnten ſich die Liebenden an

*) Es waren ſogenannte Sumpf- oder Frrlichter, eine Naturerſcheinung in ſumpfigen Gegenden,

die für frühere Jahrhunderte viel Geiſterhaft⸗

Grauſiges haben mußte.