Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Karl von Spanien : Roman in drei Theilen : Der König von Spanien : 2. Theil (1848)
Entstehung
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Der König von Spanien.

preiſend ob der wunderbaren Rettung des edelſten und beſten Fürſten und dem Kaiſer noch langes Leben, Ge⸗ ſundheit, Glück und ſeinem hohen Hauſe in Spanien und der neuen Welt allen Segen Gottes wünſchend, ſchloß, da brach die ganze Verſammlung in lauten Beifallsſturm aus; der alte Nunnenbeck umarmte ihn weinend wie ein Kind; Alle Nürnberger drängten hinzu, ihm zum Dank die Hand zu ſchütteln, und auch die Augsburger, die doch durch ihn überwunden waren, blieben nicht zurück. Die Merker aber hingen ihm das Kleinod, den Preis des Sieges, eine Schnur mit einer goldnen Schaumünze, um, und der Kaiſer ließ ihn rufen und beſchenkte ihn mit einer goldnen Kette. Ulrich von Hutten trat zu den beſcheid⸗ nen überſeligen Schuſter und reichte ihm die Hand. Wandelt auf dieſem Wege, den Ihr mit ſo viel Glück betreten, weiter, lieber Meiſter, ſagte der junge Ritter zu dem jungen Handwerker,und Mit- und Nachwelt werden Euch Kränze winden.

Drücke dem Ritter noch einmal die Hand, Hans Sachs! ſprach der Kaiſer feierlich, der Huttens Worte gehört. Er iſt auch ein Dichter. Ja Eure beiden Namen werden auf die Nachwelt kommen. So lang es auf Erden ein deut ſches Volk gibt, wird man die Namen Ulrich von Hutten und Hans Sachs mit Verehrung nennen, und ich hoffe zu Gott, man wird auch den des Kaiſers Mar nicht vergeſſen.

Aus der Kirche zog der Kaiſer mit ſeinem Gefolge auf das Rathhaus. Dorthin waren die vornehmſten