Der König von Spanien.
ſchmerzlicher Seufzer entriß ſich ſeiner Bruſt. Ach, der unglückliche Dichter litt ſeit Jahren ſchon an jener böſen und ſchmerzlichen Krankheit, die, damals noch nicht heil⸗ bar, ihm die Quelle der ſüßeſten Liebesfreuden vergiftete und ihm mit grauſamer Strenge den Eintritt über die Schwelle wehrte, jenſeit derſelben ihm ein häusliches Glück in den Armen einer holden Gattin winkte. Hier ſah er eine blühende Roſe von überquellender Schönheit vor ſich, er ſah die Jungfrau ihm in verſchämter Anmuth zulächeln, die für die reizendſte im ganzen deutſchen Reiche galt, eine ſo ſüße, herzige Unſchuld, ein ſo edles und koſtbares Weſen, mit ſo hohen und herrlichen Geiſteseigenſchaften ausgeſtattet, daß ihr Beſitz ſich als Gipfelpunkt alles irdi⸗ ſchen Glückes darſtellte, und ſie war ſeines Freundes und Gönners, des trefflichen Peutingers Tochter! Die ſchlimme Zeit ſeiner wechſelvollen Jugend ſchien vorüber, das heiß⸗ geliebte deutſche Vaterland nannte ſeinen Namen mit Ach⸗ tung und Liebe, die Männer der verjüngten Wiſſenſchaft begrüßten ihn mit ſtürmiſcher Verehrung als einen ihrer Koryphäen, die für das Wahre, Gute und Schöne ent⸗ flammte Jünglingſchaft jubelte ihm begeiſtert zu, der Kai⸗ ſer war ihm gnädig geſinnt, die Ausſöhnung mit ſeiner Familie ſtand in naher Ausſicht— und er mußte ſich weinend von Konſtantia abwenden, ihr bezauberndes Lä⸗ cheln zerriß ihm das Herz; er konnte des höchſten Glücks nicht theilhaftig werden: er war unheilbar krank.
Ein ſchwermüthiges Lächeln lag auf ſeiner hohen, edlen
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