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Der König von Spanien. 283
„Er will Euch die Verſchreibung auf die Ablaßein⸗ nahme geben.“
„Aber wer iſt mein Bürge, daß er mir Wort hält. Er hat es zeither nicht gehalten. Und ich muß ſicher gehen.“
„Das beſte Auskunftsmittel, um beide Parteien zu befriedigen,“ ſagte Torrillas,„iſt wohl, wenn Ihr neben dem päpſtlichen und dem kurfürſtlichen Kaſſirer noch einen dritten für Euch beſtellt und dem Ablaßprediger mitgebt. Der Kurfürſt ſchickt jetzt zwölf Dominikaner aus, zwölf Apoſtel, welche den Deutſchen die Vergebung der Sünden aus dem Vorrath der guten Werke Chriſti und ſeiner Apoſtel predigen; zwölf päpſtliche und zwölf kurfürſtliche Kaſſirer begleiten ſie. Fügt dazu zwölf Fuggerſche Agenten, die Euern Antheil in Empfang nehmen, und das Ge⸗ ſchäft iſt in Ordnung.“
„Seid Ihr beauftragt, auf dieſe Bedingung mit mir abzuſchließen?“ fragte Fugger.
„Ich bin's,“ verſetzte der Markgraf.„Ihr mögt alle einzelnen Punkte des Vertrags mit dem Grafen Torrillas beſprechen und Euch mit ihm einigen. Er iſt in ſolchen. Geſchüften gewandter als ich. Er iſt ſelbſt der Haupt⸗ agent des Papſtes. Seid Ihr mit ihm ias Reine, dann legt mir den Vertrag vor, und wenn ich nichts daran zu erinnern finde, will ich ihn ſogleich durch einen Eilboten nach Mainz an meinen Bruder zur Unterſchrift ſchicken.“


