Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Philipp von Oestrich : Roman in drei Theilen : Die Königskrone : 3. Theil (1846)
Entstehung
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338 Die Königskrone.

gebannt, vermählt mit dem Frieden Gottes, der nur aus dem Leichenantlitz edler und großer Dulder leuchtet.

Der König betrachtete die Leiche lange ſtarr und ſchweigend; er ſchien in ein tiefes, gedankenloſes Ge⸗ fühl verſunken, in eine ſchauerliche Ahnung. Endlich wandte er ſich an den Adelantado mit den Worten:„Ich ahne, was dieſe Ketten bedeuten. Sind ſie auf Befehl

des Admirals mit ihm in den Sarg gelegt worden?“

—„Ja, Majeſtät, es ſind die Ketten, in welchen er von Hiſpanivla nach Spanien geführt wurde; ſie hingen ſtets ſeinem Bette gegenüber, ſodaß ſeine Augen, ſo oft er ſie aufſchlug, darauf fielen, und es war ſein letzter Wille, daß er auch im Tode nicht von ihnen getrennt würde.“

—„Fürwahr, ſie ſind ihm ein Ehrengeſchmeide,

köſtlicher als die Ordensketten aller drei ſpaniſchen Krie⸗ gerorden, und ſie ſind ein Schanddenkmal Ferdinands, des Großmeiſters dieſer Orden. Wenn dieſe Hülle in Staub zerfällt, wird ihr Geklirr Vergeltung fordernd zum Himmel ſchreien!“

Er wandte ſich von dem Todten ab.„Es iſt meine Sache, dem Helden Colombo ein herrliches Denkmal zu errichten und an ſeinen Nachkommen zu vergüten, was Ferdinand an ihm verſchuldet hat. Don Diegv, Ihr ſollt der Träger aller Würden Eueres Vaters ſein

und Euch, Don Bartvlomeo, lade ich nach Burgos

ein, wohin ich mich von hier begeben werde. Dortr