Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Philipp von Oestrich : Roman in drei Theilen : Die Königskrone : 3. Theil (1846)
Entstehung
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330 Die Königskrone.

Arragonien zuſammenſchmieden zu laſſen. Sie wird es auch ſchon bald genug bereuen.— Am ſchlimmſten bin ich aber angekommen. Denn wahrlich, mein Herr und Gemahl, der König zweier Königreiche, iſt ſo arm, daß er mich gar vft nicht anſtändig zu ernähren ver⸗ mag.“ Und wieder weinte ſie und drückte ihr Töch⸗ terchen an's Herz.

—„Ew. Hoheit iſt heute in einer ſehr betrübten Stimmung,“ ſagte Fugger, indem er es auch in ſeinen Augen feucht werden fühlte,„jedenfalls Folge der böſen Mähr, die man Euch hinterbracht hat.“

—„Ja eine böſe Mähr! Was würde meine Muhme, die Königin Anna von Frankreich, zu ſolch einem Anſinnen ſagen, wie mir es heute gemacht worden iſt! Aber ihr Gemahl iſt der Beherrſcher geſit⸗ teter Menſchen, der meinige die ohnmächtige Drahtpuppe wilder Barbaren.“

—„Laßt mich die Urſache Eueres Kummers wiſſen, hohe Frau, damit ich ihn theilen, di den Grund deſſelben ſogar beſeitigen kann.“

—„Das vermögt Ihr nicht, lieber Herr; aber Euere Theilnahme thut mir ſchon wohl. Dieſe über⸗ müthigen Magnaten, der freche Graf von Zips an ihrer Spitze, verlangen, daß einige von ihnen bei meiner bevorſtehenden Entbindung gegenwärtig ſeien und der über meine neuen Mutterhoffnungen aufge⸗ brachte Graf, der ſich ſchon als König von Ungarn

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