Die Königskrone. 20
gendſte und vermachte dem Könige, ihrem Gemahl, zuletzt ihre Juwelen als Beweis ihrer Liebe.
Das Teſtament trug ſo ganz den großen und um⸗ faſſenden Geiſt, die Liebe und das Wohlwollen der Königin in ſich, daß an ſeiner Echtheit nicht zu zwei⸗ feln war.
Die ſpaniſchen Geſandten übergaben nun ein drit⸗ tes Dokument, das Protokoll der Reichsverſammlung zu Toro am 11. Januar dieſes Jahres. Auch dieſes ließ der König vorleſen. Es ergab ſich daraus, daß die die Thronfolge betreffenden Punkte im Teſtamente der verſtorbenen Königin vor dem König Ferdinand und den Ständen laut vorgeleſen worden waren und die vollſtändige Genehmigung der Gemeinen erhalten hatten, welche, ſammt den anweſenden Granden und Prälaten, Juanna als Königin und Eigenthümerin des Reichs, ſo wie Philipp als ihrem Gemahle, den Huldigungseid geleiſtet. ten ſie einmüthig beſtimmt, daß der im Teſi dachte Nothfall von Juanna's Unfähigkeit w inde, und hat⸗ ten ſofort dem König Ferviend, aks dem rechtmäßi⸗ gen Verweſer des Reichs, in ihrem Namen gehuldigt. Der König hatte ſeiner Seits den gebräuchlichen Eid geleiſtet, die Geſetze und Freiheiten des Königreichs zu achten, und zuletzt war eine Botſchaft der Cortes mit dem Berichte ihres Verfahrens an ihre neue Herrſchaft in Flandern beſchloſſen worden.——


