Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Philipp von Oestrich : Roman in drei Theilen : Die Königskrone : 3. Theil (1846)
Entstehung
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Die Königskrone. 25

Herrn, Philipp, König von Caſtilien, zuſtände, wel⸗ cher weder eines Vormundes, noch Curators benö⸗ thigt ſei und ſich, falls er eines Stellvertreters be⸗ dürfe, dieſen bei ſeiner Anweſenheit ſelbſt beſtellen werde.

Dieſe Geſandtſchaft ging zu Anfang des Monats Februar nach Spanien ab. Sie war noch nicht acht Tage fort, als die Nachricht, es ſei eine Geſandtſchaft des Königs Ferdinand von Arragonien und der eaſti⸗ liſchen Cortes in Brüſſel angekommen, alle Gemüther in Aufregung verſetzte. Es waren zwei edle Spanier, Don Juan de Fonſeca, erwählter Biſchof von Palen⸗ eia, und Ludovicv Conchillos. Der Letztere war zu⸗ gleich vom König von Arragon zum Kammerherrn der Königin Juanna beſtellt.

Der König empſing ſie am dritten Tage in voller königlicher Pracht und Herrlichkeit und nach ſpaniſcher Sitte mit bedecktem Haupt. ofämter waren um ihn verſammelt und ſtanden fen des Throns. Die beiden Geſandten, vo erold, der ihre Namen ausrief, und von einem Marſchall eingeführt, traten an den Thron heran und überreichten zuerſt ihre Beglaubigungsſchreiben, welche der König dem Hofkanzler zur Prüfung übergab. Sobald ſie dieſer als richtig befunden hatte, ſprach der König:Redet!

Der Biſchof von Palencia nahm das Wort und erklärte, ſie ſeien im Namen Sr. katholiſchen Ma⸗