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welche ſonach von den eaſtiliſchen Ständen anerkannt worden.
Dadurch wurde Philipps Lage in Bezug auf ſein neues Königreich ſchwieriger. Doch Don Juan Manuel redete ihm Troſt und Muth ein und einige Tage ſpäter lief ein Brief des Herzogs von Najara, eines Vetters des erſchlagenen Admirals von Caſtilien, und des Marquis von Villena, der beiden erſten Granden der eaſtiliſchen Krone, ein, worin ſie dem Könige Philipp ſchrieben, daß der ganze hohe Adel des Königreichs, mit nur ſehr wenigen Ausnahmen, ſehnlichſt auf ſeine Ankunft wartete, um ſich ſogleich ſeinem Dienſte zu widmen und für ſeine königlichen Rechte zu ſtreiten, welche ihm weder die verſtorbene Königin durch ihr Teſtament noch die vom König Ferdinand geleiteten Stände ent⸗ ziehen könnten.
Bald darauf langten auch einige Räthe des Königs Maximilian in Brilan, welche dem Könige Philipp Rathſchläge in elegenheit überbrachten. In einer Miniſter beſchloß Philipp eine Ge⸗ ſandtſchaft an den König Ferdinand zu ſchicken und er wählte dazu ſeinen Günſtling Philibert von Vere und einen Caſtilier, Namens Andreas del Burgos.
Dieſe beiden Herren erhielten vom König Philipp den Auftrag, dem Könige Don Fernando ſeinetwegen zu entbieten, daß er ſich aus den Staaten Caſtiliens hinweg begeben möchte, deren Regierung allein ihrem


