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er mochte ihr noch ſo liebevoll begegnen. Da mußte denn der arme Mann endlich einſehen, daß er mit all ſeiner Liebe keine Gegenliebe erwerben konnte. Der Gram darüber fraß an ſeinem Herzen. Um dieſen ſchlimmen Gaſt zu verſcheuchen, griff er zur Weinflaſche. Er wurde ein Trinker. Der Bekämpfer des Feindes
Die Reiſe
wurde bald genug zum zweiten Feinde ſeines freudloſen
Lebens. Sie warfen ihn auf's Krankenlager, von dem er nicht wieder erſtand. Eine ſchreckliche Schwindſucht zehrte ihn aus bis zum Skelett. Er hat viel leiden müſſen. Doch hat ihn Frau Eleonore getreulich und unermüdlich gewartet und gepflegt und ihm ſo vergol⸗ ten, was er einſt an ihr in Brüſſel gethan, als ſie krank war. Schien es doch, als wenn zuletzt, als es mit ihm zu Ende ging, der Born der Liebe in ihrem Herzen zu quellen beginne. Sie ſaß Tag und Nacht an ſeinem Lager, verrichtete alle Dienſte allein bei ihm und erfreute ihn ſo noch durch ihre Theilnahme. Und ſo iſt er auch froh und zufrieden in ihren Armen ver⸗ ſchieden. Ein guter Menſch und ein ausgezeichneter Künſtler, der ein beſſeres Loos verdient hätte. Ein anderes, zu ihm paſſendes Weib hätte ihn zu einem glücklichen Manne gemacht.“
—„Sei ihm die Erde leicht!“ ſagte Philipp mit
einer Thräne im Auge und ſtarrte tiefſinnig vor ſich hin. Auch er litt ja noch geiſtig und körperlich an den
Folgen der furchtbaren Krankheit und war deshalb oft 3


