332 könnt Ihr nichts. Ich will hoffen, das Beſte kommt nach, und ich bin auf den weitern Verlauf ſehr begierig. Doch jetzt erlaubt, daß ich Eure ehrenwerthen Mit⸗ bürger empfange, und macht mir die Freude, mein Gaſt an des Biſchofs Tafel zu ſein. Hernach, wenn ich wieder mir ſelbſt gehöre, können wir ungeſtört weiter plaudern. Jetzt muß ich erſt den Pflichten des Fürſten genügen, hernach bin ich ganz wieder Euer dankbarer Freund.“
Fugger empfahl ſich und der Stadtrath ward herein⸗ geführt. Der Bürgermeiſter überreichte nach der Sitte der Zeit dem Erzherzog das Ehrengeſchenk, welches in einer ſilbernen vergoldeten Schale beſtand, und hielt dazu eine kurze herzliche Anrede, worin er die Stadt, die ſich der beſondern Liebe des allerdurchlauchtigſten römiſchen Königs mit Recht rühmen dürfe, auch ſeiner Wohlwollenheit und Gnade empfahl.
Der Erzherzog dankte ſichtlich gerührt, fragte nach dem Gemeindeweſen der Stadt, nach dem zünftigen Regiment, nach Handel und Wandel, Gewerbe und Kunſt, nach ihren Verhältniſſen mit den Nachbarſtädten und mit den ihr meiſt feindlich geſinnten Bahernherzö⸗ gen, drückte jedem Einzelnen die Hand und verſicherte ſie ſeiner Gnade.— Nach dem Stadtrath ließen ſich mehre der vornehmſten Geſchlechter melden, um dem Erzherzog ihre Ehrerbietung zu bezeigen, und er unter⸗
Die Reiſe
hielt ſich mit ihnen freundlichſt über ſtädtiſche und ihre
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