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Stadtſchreiber und die ehrenwerthen, geſinnungstüchtigen Räthe von den Zünften, jene markigen und trotzig ſchauenden Geſtalten, ſchlicht und recht, ehr⸗ und arbeitliebend, feſt am Kaiſer hangend als ihrem Be⸗ ſchützer gegen den neidiſchen und habſüchtigen Adel, aber noch feſter an ihrem guten Rechte und ihrem Ge⸗ meinweſen; Männer, wie ſie nur das blühende Städte⸗ weſen des deutſchen Mittelalters erzeugte. Die kann⸗ ten noch die echte und rechte Bedeutung des herrlichen Wortes:„Ein freier deutſcher Bürger!“ die ſich ihre Nachkommen von ſelbſtſüchtigen Fürſten ſo ſchmählich haben rauben laſſen. Voll ſtolzen Selbſtgefühls rich⸗ teten ſie ihre Blicke auf das Banner mit dem Zunft⸗ zeichen, das über ihrem Haupte rauſchte, und traten mit jener Ehrerbietung, die ſich ſelbſt achtet, vor den Fürſten, nicht mit kriechenden Schmeichelworten. Und in der Mitte dieſer Männer gediehen durch ſie Ge⸗ werbe und Handel, Kunſt und Wiſſenſchaft, ja Alles, was dem deutſchen Namen Ehre gemacht hat; und niemals iſt die Schande deſſelben von ihnen ausge⸗ gangen.
Als ſich der augsburger Stadtrath beim Erzherzog anmelden ließ, ſaß dieſer eben mit Jakob Fugger im eifrigen und traulichen Zwiegeſpräch, das der Fürſt mit den Worten abbrach:„Wahrlich, Ihr habt mich durch die Erzählung von den Unbeſonnenheiten dieſer Frau nicht ſonderlich erfreut, Herr von Fugger; doch dazu
nach Spanien.


