Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Philipp von Oestrich : Roman in drei Theilen : Die Reise nach Spanien : 2. Theil (1846)
Entstehung
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nach Spanien. 19

gefällt Euch einſt nicht minder Großvater nennen, wie mich.

Ihr redet, wie ich es von Euch gewünſcht und von einem Erzherzog von Oeſtreich erwartet habe, und ich hege das feſte Vertrauen zu Euch, daß Eure Handlungen Euern Worten entſprechen werden. Ihr werdet den ehrenhaften Ruf bewähren, deſſen das Erz⸗ haus Oeſtreich ſeit alten Zeiten genießt.

Sagt mir nur, Sire, was wünſcht Ihr von mir? Was ſoll ich thun in der neapolitaniſchen Angelegen⸗ heit? Man hat mir hinterbracht, es fänden Differen⸗ zen zwiſchen Euch und dem arragoniſchen Hofe ſtatt; aber ich kenne ihre Natur nicht. Beliebt's Ew. Wür⸗ den, ſo unterrichtet mich vom Stande der Dinge.

Ew. Hoheit iſt bekannt, verſetzte der König, daß das Haus Anjon dieſelben vollgültigſten Rechte auf das Königreich Neapel beſitzt, wie ſie das Haus Orleans auf das Herzogthum Mailand beſaß, nicht allein von jenem Karl von Anjon her, der die päpſt⸗ lichen Lehen empfing und über den letzten Hohenſtaufen triumphirte, während Peter von Arragonien ſich auf nichts berufen konnte, als auf ein zweifelhaftes Ver⸗ mächtniß jenes Konradin, welches dieſer auf dem Blut⸗ gerüſt ausgeſprochen haben ſoll, das Vermächtniß eines Landes, von dem der Unglückliche ſelbſt keinen Fuß breit beſaß; die Rechte des Hauſes Anjon ſind auch bewährt durch den Beſitz zweier Jahrhunderte, und

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