Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Philipp von Oestrich : Roman in drei Theilen : Die Reise nach Spanien : 2. Theil (1846)
Entstehung
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18 Die Reiſe

Claude iſt und bleibt einer meiner eifrigſten Wünſche, verſetzte der Erzherzog,und ich begrüße Ew. königl. Würden als Schwiegervater. Die zweite Vermählung mit dem zu erwartenden Dauphin müſſen wir Gott an⸗ heimſtellen. Die Fürſten gaben ſich die Hände mit der Verſicherung, dieſen Handſchlag als die ſtille Ver⸗ lobung ihrer Kinder anzuſehen.

Und da ich zum Herrn der Niederlande, zum Er⸗ ben der öſtreichiſchen Lande geſprochen, fuhr der König fort,ſo laßt mich nun zum Erben von Arra⸗ gonien und Sicilien reden. Ein merkwürdiges Schick⸗ ſal, dem die Könige ſchier noch mehr unterworfen ſind, als andere Sterbliche, hat Euch unvorhergeſehen auch zum künftigen Träger der ſpaniſchen Königskronen be⸗ ſtimmt; Ihr ſeid jetzt auf der Reiſe begriffen, um Euch als Thronerben in Caſtilien und Arragonien anerkennen

zu laſſen. Iyr ſeid alſo auch der Fürſt, mit welchem der König von Frankreich den Vertrag erneuert und vekräftigt, durch welchen der alte Streit der Häuſer Anjou und Arragonien beigelegt wurde, und ich denke: Philipp von Burgund und Ludwig von Orleans wer⸗ den darüber nicht minder einig ſein, als über den Streit Oeſtreichs und Frankreichs.

Wenigſtens hegt Philipp von Burgund die⸗ ſelben friedlichen und freundlichen Geſinnungen als Erbe von Spanien, wie als Erbe von Oeſtreich, und Karl von Luxemburgs Kinder ſollen wenn's Gott