Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Philipp von Oestrich : Roman in drei Theilen : Die Reise nach Spanien : 2. Theil (1846)
Entstehung
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mich in den Beſitz deſſelben geſetzt und den Schelm Sforza verdrängt habe.

Ich biete Ew. königl. Würden zu dieſem Frieden mit Freuden die Hand, verſetzte der Erzherzog ge⸗ ſchmeichelt.Niemanden iſt dieſes blutige Gezänke ver⸗ haßter geweſen, als mir, und die Verbindung meines Vaters mit dem Hauſe Sforza war nicht nach meinem Geſchmack. Meine Kindheit iſt mir verdorben worden durch die Zwiſtigkeiten in den Niederlanden welche Frankreich fort und fort erregte. Und hat je ein König treuloſer gehandelt als Euer Vorfahr an meinem Hauſe? Denkt an meine Schweſter, Sire, denkt an Eure Ge⸗ mahlin, die beſtimmt war, meine Stiefmutter zu werden.

Die böſe Schuld Karls VIII. wird Ludwig XII. ſühnen. Das Herzogthum Bretagne, das dem öſt⸗ reichiſchen Hauſe durch jene Lreuloſigkeit entging, ſoll meine Tochter Claudia Euerm Sohne zubringen. Woran Anna von Bretagne durch Gewalt Karls VIII. verhin⸗ dert wurde, das ſoll ihre Tochter Elaude de France durch die Liebe Ludwigs Kll. ausführen, geſetzt, daß es Euer Wille noch iſt, auf meinen Euch gemachten Vor⸗ ſchlag einzugehen, unſere Kinder mit einander zu ver⸗ mählen. Und wenn mir meine Anna noch einen Dau⸗ phin ſchenkt und Gott läßt ihn leben, ſo wird eine Euerer Töchter einſt Königin von Frankreich.

Dieſe Vermählung Karls mit der Prinzeſſin

nach Spanien.

Ein deutſcher Leinweber. I. 2

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