Teil eines Werkes 
1. Abtheilung, Philipp von Oestrich : Roman in drei Theilen : Die schöne Kaufmannsfrau von Antwerpen : 1. Theil (1846)
Entstehung
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von Antwerpen. 317

Herrn Fugger aufgetragen, für Euch zu ſorgen. Er⸗ öffnet alſo dieſem Eure Wünſche in Bezug auf den Fürſten. Aber vergeßt nicht, daß es Eure Schönheit war, die ihn zu Euern Füßen zog.

Teufel! Ihr, Ihr ſollt ihm ſagen nichts! Geht, entfernt Euch! Euer Anblick iſt mir unerträglich! Und laßt Euch nie wieder vor mir blicken, Nichtswür⸗ diger!t oder ich thue Euch, wie mir widerfahren iſt. Ihr ſeid's, der meine Tugend zuerſt durch das Gift bethörender, verlockender Reden wankend machte, Ihr ſeid mein Verführer! Ihr habt mich dem Erzherzog in die Arme geliefert! Ungeheuer! Fort! Dir folgt mein Fluch!

Närrin! lachte der Pfaffe.Was ihr eit⸗ les Herz gethan, ſchiebt ſie mir zu. Dieſe Wuth wird ſich legen. Ich werde Euch in mein Gebet einſchließen.

Mit dieſen Worten verließ er die Unglückliche, die nun plötzlich aus einem krampfhaften Hohngelächter in lauten, wilden Jammer ausbrach. Ihr Trotz zerbarſt, wie eine ihr Herz umgebende Metallhülle, und die feueraugige Verzweiflung ſchwang ihre Fittiche über dem bloßliegenden Herzen, ein glühend heißer Odem. Es ſchrumpfte zuſammen von dieſem Blicke, von die⸗ ſem Hauche der Hölle.Ja, er hat recht! raſete ſie.Nur meine Schönheit liebte Philipp, nur meine Schönheit liebte Peter, nur meine Schönheit liebten