thai an Glanz und Pracht. Auch beſaß er viel zu wenig Schlauheit, um willig auf alle Kunſtſtücke Nathans einzugehen, war zu innig von der Wahr⸗ heit und Heiligkeit ſeiner göttlichen Sendung über⸗ zeugt, als daß er als gemeiner Schauſpieler, wie Nathan, vor dem Volke hätte auftreten ſollen. Dieſer mußte ſich ſelbſt wohl vorſehen, ſich gegen Sabbathai nicht zu verrathen und ihm merken zu laſſen, daß er nur geſonnen ſei, den laut ausge⸗ ſchrieenen Meſſias zum Werkzeug ſeiner Abſichten zu machen. Er klagte oft, daß ſein Schwiegervater, Samuel Lisbona, in ſeinem Alter geitzig geworden ſei, und er ſelbſt kein Vermögen habe, um dem Meſſias Glanz zu verleihn, und wirklich hatte Sab⸗ bathai einige Unterredungen mit Lisbona, die dieſe Ausſage Nathans beſtätigten. Die Wahrheit war, daß der reiche Greis bereits ſehr beträchtliche Summen an Jakob ben Eliah de Villegas und Sabbathais beide Brüder gezahlt, um dieſem ihrem Werkzeuge einen glänzenden Weg zu bahnen, und daß er ſo ſchlechten Erfolg und ſo geringe Hoffnungen für die Zukunft ſah. Dazu kam, daß die wüthenden Verfolgungen der griechiſchen Rabbinen, Halevi und Zipora an
Teil eines Werkes
2. Theil (1836) Des Sternes Wachstum, oder Der Märtyrer / von Ludwig Storch
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