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guten Eingang; bald war Sabbathai als ein dämo⸗ niſcher Zauberer, als ein Dämon, ein Teufel ſelbſt verſchrieen, man ſtritt für und gegen ihn, es drohte ein Aufſtand unter den Juden auszubrechen, und ſchon hinterbrachten Sabbathai ſeine treugeliebten Freunde, es ſeien Mörder gegen ihn ausgeſendet. Da fand er es für gerathen, ſich dem Befehle des Rabbinalgerichts zu fügen; er floh in der Nacht, aber der heftig entbrannte Zorn der Rabbinen war dadurch nicht geſtillt; auf Halevis und Ziporas Betrieb wurden Briefe an alle Judengemeinden in Griechenland geſendet, und Sabbathai als ein, mit dämoniſchen Kräften begabter, Betrüger geſchildert. Halevi und Zipora machten ſich ſelbſt auf den Weg, ihn zu verfolgen. Sabbathai wendete ſich nach Mo⸗ rea zurück; doch die Boten ſeiner Feinde kamen ihm bald zuvor; das Gerücht vergrößerte dienſtfertig die Laſter und Verbrechen, die ihm Verläumdung und gekränkter Rabbinenſtolz angedichtet, und ſchon nach einigen Monaten konnte er auf der Halbinſel keine bleibende Stätte mehr finden. Verſtoßen, verhöhnt, ſtets mit dem Tode bedroht, irrte er von Stadt zu Stadt, und was er an Mitteln beſeſſen, war bald


