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nen nächſten Vorträgen verſammelte ſich die ganze Stadt, und da ihn nicht alle hören und verſtehen konnten, ſo flogen ſeine Aeußerungen von Mund zu Mund, und vorzüglich die Frauen prieſen begei⸗ ſtert den ſchönen Mann. Zipora und der Chacham Halevi boten dagegen Alles auf, ihn in der öffent⸗ lichen Meinung herabzuſetzen. Es gab Spaltungen und Parteien. Die große Maſſe der ſtudirenden Jünglinge ſtand auf Sabbathai's Seite. Da ließ er ſich, von ihnen befragt, ob er wirklich der Meſ⸗ ſias, der Sohn Davids ſei, und ſich in Smyrna dafür erklärt habe, im Gefühle ſeiner Kraft und guten Sache, hinreißen, ſich auch hier für den Er⸗ retter und Erlöſer Israels zu erklären, und auch vor ihnen ſprach er zum Beweis ſeiner Behauptung den geheimen Namen Jehovas aus. Dieſe Erklä⸗ rung brachte ganz Salvnichi in Gährung, und ſetzte die dortige Rabbinerſchaft in Flammen, die Halevi nicht unterließ fleißig anzufachen. Das Rabbinertribu⸗ nal trat zuſammen, und ließ ihm die Weiſung geben, die Stadt unverzüglich zu verlaſſen, im Weigerungs⸗ falle aber den Tod ſicher zu gewärtigen. Halevis und Ziporas Verläumdungen fanden bei ſehr Vielen


