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Manne, der ſie verſtoßen? Fort! fort! und gehe deine Wege, und laß mich die meinigen gehen!“
„Unmenſch! Gräßlicher! ich gehe nicht ohne ſie!“
„So werd' ich dich hinauswerfen laſſen.“
Thamar, die bisher heftig geweint hatte, rief jetzt Händeringend:„Habe Varmherzigkeit und laß mich mit meinem geliebten Manne ziehen. Nimm meinen Schmuck, er iſt ſehr viel werth! Nimm ihn und laß uns arm gehen!“
„Du weißt nicht, was du begehrſt, ſchöne Tha⸗ mar. Dein Schmuck gehört ohnedies mein und ich ſehe ihn als Entſchädigung für mein verbranntes Schiff an. Dir aber werde ich ein weit glänzenderes Loos bereiten, als du mit dieſem wunderlichen Ge⸗ ſellen haben würdeſt, wenn du bettelnd das Land durchzögeſt.“
Die Liebenden lagen troſtlos weinend Bruſt an Bruſt, der tückiſche Grieche riß ſie mit kaltem Hohne auseinander und trieb den unglücklichen Rabbi vom Schiffe. Thamar konnte ihm nicht einmal die kleinſte Habe reichen, nur ihre Thränen waren ſein Geleit. Am ufer fiel er auf ſein Angeſicht und weinte lange, das war der größte, der wüthendſte Schmerz, der


