Teil eines Werkes 
2. Theil (1836) Des Sternes Wachstum, oder Der Märtyrer / von Ludwig Storch
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Deine Thamar! lachte der Grieche.Die ſoll ich dir mitgeben? Biſt du verrückt geworden? Dieſen unvergleichlichen Schatz, dieſe koſtbare Perle, die du verächtlich von dir geworfen und in den Staub getreten, die ſoll ich dir an den Hals hän⸗ gen? Ich glaube, daß du ein Narr biſt! Fürwahr, Thamar iſt zu beſſerem Lvoſe beſtimmt, als die Sclavin deiner hirnloſen Launen zu ſein. Es leben Leute in der Welt, die Schönheit beſſer iu würdigen verſtehen, als du.

Wehe mir! Du willſt mich von ihr ſcheiden! jammerte Sabbathai.

Haſt du dich nicht ſelbſt von ihr geſchieden, du Thor? Sieh doch zu, ob ſie deinen Scheidebrief nicht noch bei ſich trägt. Was willſt du nun von ihr? Dieſe herrliche Blume, die du ſtolz und über⸗ müthig von dir geſchleudert, blüht nun nicht mehr für dich!

Ich beſchwöre dich, Menſch! rief Sabbathai verzweifelt,was ſoll aus Thamar werden! Was haſt du mit ihr vor? Wohin willſt du ſie bringen? Was geht das dich an, ihrem abgeſchiedenen