Teil eines Werkes 
2. Theil (1836) Des Sternes Wachstum, oder Der Märtyrer / von Ludwig Storch
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Ich kenne meine Macht, Salomon, ver⸗ ſetzte Sabbathai ſtolz lächelnd,ich kenne auch meine Beſtimmung auf Erden. Klar im morgen⸗ rothen Glanze heiliger Anſchauung liegt das Ziel vor mir, ein ſtrahlender Tempel, herrlicher als er je auf dem Berge Moria ſtand. Ich weif es, daß die Tenne zu fegen mein Beruf iſt, und die Körner von der Spreu zu reinigen. Sage denen, die dich geſandt haben, daß meine Stunde bald kommen wird; ſchon keimen die Knospen, die die Frucht gebären werden.

Es iſt nothwendig, daß du dich erſt mit uns verſtändigſt, Sabbathai, fuhr der Kaufmann fort. Wir müſſen über Vieles erſt einig werden, eh' du öffentlich auftrittſt, um dich als Reformator kund zu geben. Wir haben deine Vorträge beſucht, wir ſind deinem Wege mit ſcharfem Auge gefolgt. Du liebſt es, dich in die dunkeln Gewänder der Kabba⸗ lah zu hüllen, dich in ihren Irrgängen zu verſtecken. Dies iſt nicht der rechte Weg, unſere alte Reli⸗ gionsform zu verbeſſern. Wozu dies wunderliche Gewebe von wenig Wahrheit und viel Irrthum? Wozu dieſe Schleier, dieſe düſtern, ſeltſamen Behänge