Teil eines Werkes 
1. Theil (1836) Des Sternes Aufgang, oder Der Lehrer der Kabbalah / von Ludwig Storch
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genannt wurde. Deßhalb ſah man ſo herrliche Fuß⸗ teppiche ausgebreitet, wie ſie nur in den Gemächern der Fürſten zu liegen pflegen; deßhalb hingen bunt⸗ ſeidene Stoffe, deren Glanz und Pracht das Auge entzückte, als Tapeten an den Wänden; deßhalb funkelten ſilberne Armleuchter von den Decken her⸗ nieder, und auf den Tiſchen ſtanden nicht minder prangende Gefäße von edelm Metalle. Aber ſchöner noch als die prunkenden Gewebe, lieblicher noch als die hellen Geräthe, waren die duftenden Früchte anzu⸗ ſchauen, welche Eingangs jeder Hütte zur ergötzen⸗ den Augenweide und zum labenden Genuſſe ausge⸗ ſtellt, Auge und Begierde reizten. Da lagen in fein⸗ geflochtenen Körben üppig gerundete, goldfarbige Pomeranzen, längliche hellgelbe Citronen, da winkte die kühlende Limonie, die aromatiſche Ananas, die ſüße Feige, die ſaftige Melone, der ſanft geröthete wollige Pfirſich mit der ſchweſterlichen Aprikoſe, und, in Maſſe aufgehäuft, die braune und gelbe Pracht wuchtiger Trauben, des Herbſtes köſtlichſtes Geſchenk. Kränze von ſtrotzenden Aehren ringelten ſich an den Säulen und äußeren Wänden der grünen und weiſ⸗ ſen Hütten empor, und was ſonſt noch Feld und

S.