hutten⸗ und Zelte⸗Stadt, in denen das leichtbewegte Volk des altteſtamentariſchen Glaubens im präch⸗ tigen Feſtſchmuck mit hallendem Feſtgetön einherzog, ſingend und ſchmauſend, koſend und ſich wohlbege⸗ hend, wie ihnen der Herr, ihr Gott, geboten hatte durch den Mund ſeines Knechtes Moſe. Dieſem Geſetze gemäß trug Jedermann beiderlei Geſchlechts einen Strauß in der Hand von Palmen⸗, Citro⸗ nen⸗, Myrten⸗ und Weidenzweigen; das jüngere PVolk hatte noch ein Enthrog, d. i. einen Paradies⸗ apfel oder eine Citrone, in der andern Hand. Der Zug mit den Sträußen aber hieß Lulabh, und machte einen Theil des feierlichen Gottesdienſtes aus, bei welchem die Sträuße geſchüttelt wurden, ſo oft der Rabbine den umſchreibenden Namen Gottes aus ſprach.
Die Hütten und Zelte waren inwendig behan⸗ gen und ausgeſchmückt mit dem Theuerſten und Koſt⸗ barſten, was die Erbauer derſelben beſaßen; und reich war die vielzählige Judenſchaft zu Smyrna, wohlbegütert durch ihre Thätigkeit und den lebhaf⸗ ten Handel der Levante nach Europa, deſſen wich⸗ tigſter Stapelplatz die uralte Griechenſtadt mit Recht


