167 nen ſtiegen in manche Augen. Lady Mary umfing die Hofräthin, und beide neigten ſich ſanft weinend auf ihre Kinder herab. Der Hofrath trocknete ſich den Schweiß von der Stirne.— Der Geiſt Gottes ruhte auf dieſer Minute; und Alle fuͤhlten, tief er⸗ griffen, ſeine Naͤhe.
Ein hohes Leben ging nun in dem Kreiſe dieſer Menſchen auf; denn aus ihrer Bruſt heraus geſtalte⸗ ten ſie daſſelbe nach Ideen. Der Lord, Mary, Eduard und Eichler, ſie waren es, die den tiefen Sinn des Menſchenſeins verſtanden, und von ihren Sternen floß das klare Licht auf die übrigen, um auch ſie zu erhellen. Ihnen ſtanden Wilhelm, Ma⸗ rie, die Hofraͤthin und Anna zunaͤchſt; in ihrer Bruſt war die Ahnung deſſen aufgegangen, was vor Jener Blicken klar und unumhullt lag. und wenn auch der Graf, Wolframm und der Hofrath nicht jene Strahlen zu faſſen vermochten: ſo daͤmmerte doch ein mattes Licht in ihrer Bruſt, das ſolche Menſchen in einer ſchoͤnen gleichfoͤrmigen Sphaͤre läßt. Sie leb⸗ ten gemuͤthlich ein heiteres Leben hin. Wenn die Er⸗ ſteren auf ihrer Sternenhoͤhe, vom unendlichen Ju⸗ bel der Seele durchgluͤht, zu der urſchoͤnheit aufjauchz⸗ ten, ſo wandelten dieſe in einer frohen Behaglichkeit ihre ebenen Wege.
Nach einigen Wochen dachte man ernſtlich an die Verbindung der beiden Brautpaare. Die Hof⸗ rathin that den Vorſchlag die Hochzeit in Kleefeld zu feiern„Da kann,⸗ ſetzte ſie ſcherzend hinzu:„der


