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von Lady Mary den Auftrag erhalten, Ihre Kinder aufzuſuchen, große Summen hatten ihn begleitet. Aus bieſer Quelle hoffte ſie immer zu ſchöpfen; denn ſie kannte das Herz ihrer Tante. und doch ſollte das edle Weib betrogen werden. Von unſeren Spio⸗ nen in Hannover erfuhren wir, daß Sie ſehr krank waͤren. Fanny konnte nicht hin; denn noch war ja Emmeline nicht mein Weib, obgleich ich mit ihr auf demſelben Fuße lebte, wie mit Fanny. Dieſe hatte das reine Mädchen verdorben. Ihr ungezugeltes Leben, ihre freie Denk⸗ und Redeweiſe, die Leichtig⸗ keit, mit der ſie ſich über alle beſtehende Formen hinwegſetzte und das urtheil der Menſchen verachtete, hatten in die ſchmiegſame Seele des Fraͤuleins den Feuerbrand wilder Begierden geworfen; meine Rolle war, ſie im Brande zu uͤberraſchen.
„Hoͤll und Teufel! habt ihr eure Geiſter aus⸗ geſpieen, das Mädchen zu verderben? rief Eduard ietzt aus, der immer unruhig hin und her ruͤckend, waͤhrend der Erzählung große Tropfen Angſtſchweiß geſchwitzt hatte.„ Herr, Sie haben den Galgen ver⸗ dient!⸗
„Stille! ſtille! riefen Eichler und Wolframm. „Das iſt gegen die übereinkunft. Nicht wieder un⸗ terbrochen! Erzählen Sie nur weiter!“
„Ich werde gleich fertig ſein, doch bitte ich noch⸗ mals hoͤflichſt, mich mit allen Vorwuͤrfen zu verſcho⸗ nen. Ich hatte zur Trauung mit Emmelinen wenig Luſt; aber die Lady drohte mir ihre ganze Ungnade;


