Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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Sie ſchienen mich nicht zu bemerken. Ich beobach⸗ tete jeden Ihrer Schritte; doch ich geſtehe, Ihr duͤſt⸗ rer Ernſt, die Charakterfeſtigkeit, die mir Ihr Ge⸗ ſicht, ihre Reden und Handlungen bewieſen, ſchreckten mich zuruͤck. Mein Spiel gelang mir nicht ſo, wie der Lady das ihrige. Im Anfang Auguſt erhielt ich Briefe von der Lady, worin ſie mir den guten Fort⸗ gang ihrer Geſchaͤfte kund gab, und mir zugleich an⸗ zeigte, daß ſie mich zu Emmelinen's Gemahl auser⸗ ſehen habe. Sie wuͤrde, ſchrieb ſie, bald eine Luſt⸗ reiſe mit Emmelinen nach Caſſel machen. In Gböt⸗ tingen wollten ſie mich abholen. Auf dieſer Reiſe ſollte ich Emmelinen's Herz als Lord Weir, als wel⸗ cher ich in Muͤnchen immer gegolten hatte einneh⸗ men. Sie kamen. Emmeline gefiel mir. Ich ſpielte den Zaͤrtlichen gegen ſie mit möglichſter Lebhaftigkeit. Fanny half mir durch Vorſpiegelungen von meinem⸗ unermeſſenen Reichthum und machtel ſie au fdie klein

ſten meiner Vorzuͤge aufmerkſam, die ſie ihr durch

ein Prisma zeigte. Der Aufenthalt einer Woche in Caſſel brachte das Geſtändniß meiner Liebe und ihre Gegenerklaͤrung. Nun verabredete ich heimlich mit Fanny, wenn ich in ihre Armen glucklich war, daß ſie mit Emmelinen nach Muͤnchen gehen ſollte, ich wollte ihr bald nachfolgen, um das Eiſen fertig zu ſchmieden. In Göttingen wollten wir Ihrer Liebe zu Emmelinen den Hauptſtoß geben und zugleich wollte Fanny ſich Ihnen naͤhern. Ich ſprengte am Tage unſerer Abreiſe voran, Sie, wo moöglich vor⸗