Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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ͤberzeugen, daß Sie der Sohn eines geringen Buͤr⸗ gerlichen und einer Baronsfrau waͤren, und nie auf ein größeres Vermoͤgen, als Sie ſchon beſaͤßen, An⸗ ſpruch zu machen hätten. Die eitele Frau verbot ihrer Tochter nun den Umgang mit Ihnen. Emme⸗ line liebte Sie wahrhaft, und war nicht ſo leichten Kaufs zu gewinnen. Lady Fanny ſchloß ſich nun in⸗ niger an Sie an, begleitete jeden Ihrer Schritte und

trat immer wie ein boͤſer Geiſt zwiſchen Sie und

Emmelinen. Zugleich ſuchte ſie Alles auf, Sie in des unbefangenen Madchens Augen zu verkleinern. Ihre großen Tugenden, die ich zu verehren Gelegen⸗ heit gehabt habe, mußten ihr Stoff werden zu Ver⸗ ſchmähungen. Ihre poetiſche Begeiſterung machte ſie zur Phantaſterei, ihr tiefes Gefuͤhl und ihre edele Handlungsweiſe zur Sucht, den Sonderling zu ſpie⸗ len. Das leichtglaͤubige Mädchenherz glaubte das Alles zuletzt ſelbſt zu bemerken, und wurde zuruͤckhal⸗ tend gegen Sie. Dieß mußte Sie befremden und auch Sie das war ja berechnet zogen ſich zu⸗ ruͤck. Nun hatte Fanny gewonnenes Spiel. Die Entfernung, die Ihre Studien in Eoͤttingen Ihnen auflegte, gaben ihr vollen Spielraum, jeden Funken Liebe fuͤr Sie in Emmelinens Herzen, wie ſie meinte, zu erſticken. Um nun auch Sie von Emmelinen im⸗ mer mehr zu entfernen, mußte ich nach Goͤttingen. Meine Studien waren nur Vorwand, mich an Sie zu draͤngen. Ich beſuchte alle Collegia, in die Sie gingen; ich ſuchte mich Ihnen zu nähern, aber