Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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5 Schmerzing in Hannover aufhielten. Mit dieſer Nachricht eilte ich zuruͤck. Sogleich beſchloß die Lady nun, nach Hannover zu gehen. Doch ihr fehl⸗ ten Empfehlungsbriefe dahin. Ich mußte alſo auf der Stelle, mit ihren Briefen beladen, nach London zuruͤck, um Empfehlungsſchreiben an einige vornehme Familien in Hannover und neue Summen auszuwir⸗ ken; denn unſere Kaſſe war ziemlich geſchmolzen. Ich zog ihre Wechſel, eilte nach Muͤnchen und beglei⸗ tete ſie nach Hannover. Dort wollte ſie, um kein Aufſehen zu erregen, allein agiren, und ich mußte* mich von ihr trennen, um den Spion in London und München zu machen. Mein Geld eroͤffnete mir viele Wege, und ich wußte immer Alles, was bei Herrn Ewald und Lady Mary vorging. Ich hatte mich einmal ſo an den umgang Fanny's gewoͤhnt, meine Rolle war mir ſo zur Luſt und Natur geworden, daß ich mich in keine andere Verhaͤltniſſe ſehnte. Als ſie mich nach einem halben Jahre unterwegs wieder zum erſtenmal ſprach; ſie hatte mich nämlich nach Goͤt⸗ tingen beſtellt, von wo aus wir nach Muͤnchen reiſe⸗ ten entdeckte ſie mir die gluͤhendſte Leidenſchaft fuͤr den aufgefundenen Sohn ihrer Tante Mary, fuͤr Sie, Herr Golding. Dieſe Leidenſchaft hatte einen Grad der Schwaͤrmerei erreicht, den ich ihr nicht zu⸗ getraut hätte. Obgleich ſie auf der Reiſe in jeder Hinſicht als mein Weib galt, ſo beſchwor ſie mich doch bei Allem, ihr zum Beſitz des Juͤnglings zu ver⸗ helfen, ohne welchen ſie das unglücklichſte Geſchoͤpf