Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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keine Minute Ruhe. Der Zettel fuͤhrte den Namen Walther. Von einigen Herren in der Nebenloge er⸗ fuhr man, daß er einer der geſchickteſten Schauſpie⸗ ler ſei. So unangenehm auch ſich Eduard durch den Anblick des ihm verhaßten Menſchen beruͤhrt fuͤhlte, ſo wuͤnſchte er doch, wie alle Anderen, ihn aufzuſu⸗ chen, um vielleicht uͤber Vieles, was ihnen hinſicht⸗ lich der Fanny Wilmeſon noch dunkel war, Nachrich⸗ ten zu erhalten. Noch denſelben Abend kundſchafte⸗ ten ſie ihn aus. Aus ſeiner Wohnung und allen ſei⸗ nen umgebungen erkannten ſie, daß er ſich in aͤrm⸗ lichen umſtaͤnden befand. Er war nicht im gering⸗ ſten beſtuͤrzt uͤber den unerwarteten Beſuch, obgleich er wohl ſich geſtehen mußte, daß man nicht aus freund⸗ ſchaftlichen Abſichten in ſeine Klauſe kam. Augenblick⸗ lich erkannte er Alle wieder und bewillkommte ſie recht freundſchaftlich. Gern nahm er auch eine Ein⸗ ladung an in das Hotel, wo die Lordsfamilie ſich auf⸗ hielt. Hier, in Gegenwart ſeiner Eltern und Anna's, forderte ihn Eduard auf, ſich uͤber ſein Verhaͤltniß mit der Lady Wilmeſon näͤher zu erklaͤren.

Ich leſe in Ihren Geſichtern, meine Herren, begann er gleichguͤltig:daß Sie gerne wiſſen moͤch⸗ ten, wie ich zu dem Stande eines Prieſters der Tha⸗ lia gekommen bin. Noth bricht Eiſen, und leben will man doch. unſer zufaͤlliges Zuſammentreffen in fruͤhern und anderen Verhaͤltniſſen, die damals fuͤr Sie nicht die angenehmſten ſein mochten, giebt Ihnen ein Recht, das fuͤhle ich wohl, uͤber manche