Teil eines Werkes 
2. Theil (1828)
Entstehung
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Kinder auf ewig verbunden zu ſehen. Und nun ſchien das Geſchick jenes Band ſo grauſam zerriſſen zu ha⸗ ben. Keine Klage glitt uͤber ihre Lippen, und die des Troſt's ſelbſt zu ſehr bedurfte, ſuchte den trau⸗ renden Sohn zu troſten und zu erheitern. Sie be⸗ ſchloß, die Gemuͤther der jungen Leute auf einen äu⸗ ßeren Gegenſtand zu lenken, damit der innere Gram einmal einen Ableiter faͤnde, und ſie dachte an die Herbſtjagd auf ihrem Gute Kleefeld und an den lieben Foͤrſter Reinhard, der mit ſeinem einfach herzlichen Ton die Sohne gewiß gut unterhalten, vielleicht auf⸗ heitern wuͤrde. Sie ſelbſt ſehnte ſich aus dem Ge⸗ wuͤhl der Stadt, wo die Geſichter ſo untheilnehmend waren, auch konnte ſie ſich jetzt gerade nicht von den Beiden trennen. Der Alte ließ ſich in dieſer Stim⸗ mung auch leichter von ihr bereden, aus ſeinen Pa⸗ pierſtoͤßen hervor zu gehen; und ſo fuhr denn die ganze Familie nach Kleefeld. Das Gut lag ſehr ſchoͤn, am Ausgange eines kleinen Doͤrfchens, und hatte eine ziemlich große Waldung in der Rahe. Man wollte ſo einfach landlich leben, als nur moͤg⸗ lich, weil ſolche Einfachheit den guten Menſchen um ſo mehr zuſagte, ſo unertraͤglich ihren bekuͤmmerten Herzen das ſtädtiſche Getriebe geweſen war.

Man kann, ſagte die Mutter:einfach und natuͤrlich leben, ohne in Narrheit auszuarten, ich meine damit, daß man nicht gleich, wie die meiſten Menſchen, in die Karrikatur des Landlebens verfaͤllt. Da waren vor einigen Jahren hier in der Rähe