geboren. Da liegt es vor mir, eine Grimaſſe, das kruͤppelhafte, mißgeſtaltete Kind. Jetzt erſt fuͤhle ich die furchtbare Schwere meines Schickſals; es hat mir den friſchen Lebenshauch, die Jungfräulich⸗ keit meiner Gefuhle getoͤdtet. Im raſenden Wirr⸗ warr hat mich's durch's Leben geriſſen; doch dieſes
Leben nicht nach Ideen geſtaltet. Gelänge es mir
nur erſt, dieſen unbändigen Lowen in mir zu zäu⸗ men, daß ich ihn leiten koͤnnte zum ſichern Ziele, das ich wohl winken ſehe, aber ſo nicht erreichen kann. Dort nur kann ich geneſen; ſonſt bin ich ewig krank und zerriſſen.“
„Es iſt ſo leer in mir, als waͤre eine ganze Welt aus meiner Bruſt gewichen. So hohl und dumpf hallt jeder Ton des Lebens in mir nach, daß ich es recht deutlich fuͤhle: es iſt nichts in mir. Nur das unendliche Gefuͤhl, geliebt zu ſein, konnte mein Ganzes ausfuͤllen; nun dieſes geflohen iſt, iſt Alles geflohen. Soll wieder ein Menſch aus mir werden, ſo muß ich mit der begeiſtertſten Glut einer weiblichen Seele geliebt werden; ich muß bald ein Maͤdchen finden, die mit reiner unſchuldiger Seele mich verſteht und liebt. Liebe, die hochſte Liebe be⸗ darf mein Herz; ohne ſie gehe ich zu Grunde. Wo wird mir der heilige Heerd der Veſta brennen?“—
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