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und verwickelte ihn in ein Geſpraͤch uͤber die Schön⸗ heiten der Rheingegenden, wobei ſie ſo begeiſtert ſprach, daß ſie, immer naͤher an Eduard anruͤckend, in der hoͤchſten Entzuͤckung uͤber die Pracht der Na⸗ tur, den Juͤngling in die Arme ſchloß, und an die entbloͤßte runde Schwanenbruſt druͤckte.
Sie ließ ihn wenig zu Worte kommen, ſondern erzaͤhlte in der angefachten Glut immer weiter. Mit unendlicher Zartheit umging ſie jede Beruͤhrung mit der unwuͤrdigen Emmeline. Eduard wurde warm und waͤrmer, denn ſeine Augen waren diesmal Kam⸗ pfer gegen ſein Herz. Er hatte lange ſchon den Fa⸗ den anzuknuͤpfen geſucht, der ihn zu dem Gegenſtande fuͤhren ſollte, welcher die urſache ſeines Hierſeins war; aber mit der feinſten Gewandtheit ſprang ſie ſtets von dem Pfade ab, der ihn zum Ziele bringen follte.
Endlich ermannte er ſich und frug ſie bei einer kleinen Pauſe entſchieden:„Ob ſeine Schweſter Anna nicht vor ihrer Abreiſe Beſtellungen durch ſie an ihn hinterlaſſen haͤtte?“
„Pa! mein liebſter Freund, herrlich! daß Sie mich daran erinnern, bald hätte ich es ſonſt vergeſ⸗ ſen. Ich habe mich ſehr bei Ihnen zu entſchuldigen, und wenn ich nicht Ihres guten Herzens ſicher wäte, mir wuͤrde bange vor dem Maͤnnerzorne.“
„Wie ſo?““ frug Eduard erſtaunt und nichts Gutes ahnend:„wie hatte die liebenswuͤrdege Lady


