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ſpielte mit den ſchoͤnen braunen Locken, die uͤber den Nacken herabfloſſen, als Eduard herauf trat. Er war ſehr angenehm uͤberraſcht, denn das Maͤdchen hatte wirklich ein goͤtterhaftes Anſehen, und da ſie fruͤher nie in Hofraths Haus gekommen, ſo war ihm das liebliche Maͤdchen ganz unbekannt. Als er nä⸗ her trat, reichte ſie ihm die Schaale, in der der koſtlichſte Tokaier perlte, mit den Worten:
Nimm der Geneſung Zaubertrank Aus Hygie'as Haͤnden!
Die vom Olymp ſich niederſchwang, Dein Leiden heut' zu enden.
Schluͤrf' aus die Schaale, die ſie beut, Denn Lebensſaft iſt drinnen;
Und laß mit dieſen Tropfen heut Den ſchweren Gram verrinnen!
Dieſe von der Hofräthin verfertigten Verſe ſagte das Kind des Waldes mit einer ſo natuͤrlichen An⸗ muth her, daß Alle davon geruͤhrt waren, und der Pofrath dem Maͤdchen, das heute wieder nach Hauſe mußte, tauſend Empfehlungen an ihren Pflegvater auftrug. Eduard nahm die Schaale und leerte ſie nach der Goͤttin Wunſch bis zum Boden, obgleich die Illuſion durch des Hofraths Komplimentenauf⸗ trag einen ſtarken Stoß erhalten hatte. Er fuͤhlte ſich wirklich recht geſtaͤrkt. Als er nach einiger Zeit nach der niedlichen Goͤttin fragte, ſaß ſie ſchon wie⸗ der in ihrem Goͤtterwagen von zwei alten Gäulen


