Beinen ihrem Lager entſprungen war, nicht anders meinend, als es ſei ein großes ungluͤck dem lieben Hausherrn zugeſtoßen:„Wo wollen Sie denn noch in der Nacht hin?“
„Ei, ich muß jetzt gleich in die Krone, und da iſt die Thuͤre verſchloſſen,“ brummte ihr Golding verſtimmt zu.
„Aber, was wollen Sie denn in der Krone
machen, da iſt keine Katze mehr aufz es muß ja
zwei uhr voruber ſein. Geſellſchaft treffen Sik nicht mehr an, und was etwa von den fremden Herr⸗ ſchaften da logirt, das ſteckt jetzt ſchon Alles in den Federn.“
„So, ſo, es iſt ſchon ſo ſpaͤt,“ fiel Golding ſich erſt jetzt beſinnend, ein:„das habe ich freilich nicht gewußt, nun, ich bitte mich zu entſchuldigen.“
Kopfſchuͤttelnd kroch die Muſenmagd wieder in ihr geheimes Kabinet und Golding uͤber ſich ſelbſt tachend und fluchend auf ſeine Stube. Von wilden Phantaſien erhitzt warf er ſich auf ſein Lager. Bald war er, von den mancherlei Vorfaͤllen des Tages ermuͤdet, eingeſchlummert und ſchauerliche Traume ſchloſſen ihn ſo feſt in ihre eiſerne Arme, daß er nicht eher erwachte, als bis der Tag ſchon lange freundlich herauf gezogen war. Da weckten ihn hef⸗ tige Fußtritte mit Spornenklang, und von Arnsberg ſtand ſchon reiſefertig vor ihm.
„Guten Morgen! ei, ei, Sie ſchlafen ruhig genug der Todtſchlagerei entgegen,“ rief ihm der


