Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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Entzuͤcken der Gewißheit dich verſichern, daß ich ſchon damals es werden nun ſechs Jahre ſeyn dein Freund von ganzer Seele wurde. Ich trat da zu⸗ erſt in das Leben und die ungewohnten Geſtalten machten einen Eindruck auf mich, der mir vielleicht

zeitlebens eine gewiſſe Schuͤchternheit nochgelaſſen.

haͤtte, waͤre ich nicht an deine Seite gekommen, und

haͤtte in dir einen Haltpunkt gefunden, in dem wo⸗

genden Leben, das mich faſt ſcwindelnd machre. In der romantiſchen Einſamkeit meines Doͤrfchens auf⸗ gewachſen und begabt mit ener lebhaften, ich mochte ſagen, ſchwaͤrmeriſchen Wantaſie, die in der Stille aus den herrlichen Natirumgebungen und den Dich⸗ tern meines Pflegevocers mehr als zu viel Nahrung eingeſogen hatte, lebte ich nur in der Welt meiner Ideen. Fruͤh hatte mein Herz verſtanden, was Liebe iſt, denn Hoͤlty's Traumbild malte ich mit allen Reizen einer ergluͤhten Phantaſie aus und formte mir ſelbſt eine Geliebte, fuͤr die ich mit aller Innig⸗ keit der Schwaͤrmerei eines ſich ſelbſt uͤberlaſſenen phantaſtiſchen Gemuͤths lebte./

Die Reizbarkeit meiner Stimmung wurde etwas fruͤher, ehe ich nach Hannover kam, noch durch einen eigenen Vorfall in unſerm Familienleben ſehr geſtei⸗ gert, ja auf die hoͤchſte Spitze getrieben. Einſt, es war mein und meiner S Anna ſechszehntes Geburtsfeſt, ein herrlicher Sommertag, den der theure Vater Golding mit einem laͤndlichen Feſte noch verſchoͤnte, fuͤhrte er einen Mann bei uns ein, deſſen