Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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war ſchon ausgeritten, um ſich nach der in der Nacht gehörten Exploſion zu erkundigen, worüber ihm ſeine Gäſte mit Bedacht keine Auskunft gegeben hatten. Miß Margaret ſagte den Scheidenden in ſeinem Na⸗ men Lebewohl. So zogen ſie auf einem bedeckten Wagen ſicher davon und kamen ungefährdet durch alle Linien der Engländer.

31. Cims Kerechtigkeit.

Düſter ſchlug der Morgen nach der ſchrecklichen Kataſtrophe die thränenſchweren Augen auf. Graues Regengewölk bedeckte den Himmel, und nur in einzel⸗ nen Zwiſchenräumen blickte der glanzloſe Mond, gleich⸗ ſam ſchlaftrunken, lebensſatt und ſcheu durch die zer⸗ riſſenen Wolken auf die rauchenden Trümmer des Schloſſes Rougheligh herab. Rings um die ſchaurige Stätte herrſchte das Schweigen des Grabes; denn die dort gelagerten Regimenter waren mit Sch aidern noch in dieſer Nacht davon gezogen, nachdem ſie ſich über⸗ zeugt, daß 1 dieſem wüſten, flammenglühenden Steinhaufen jegliches Leben verſtummt ſei. Nur die aus dem Geſtein hier und da vorleckende Glut und die zerſtampften Saatfelder gaben Kunde, welch' ein wildes Leben hier vor Kurzem getobt hatte.

Aus einer der dichteſten und wildverwachſenſten Lauben des Vorderparks traten zwei Männer, mit zer⸗ fetzten Mänteln behängt, in welchen ſie kaum zu