Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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würdiger Herr! Willkommen, Miß Anna! Ihr meine Gefangenen! Ich danke Gott, Ihr lieben Leute, daß er mir Gelegenheit giebt, Euch etwas von dem zu ver⸗ gelten, was Ihr an mir gethan! Fürwahr, der Him⸗ mel hat Euch zu Euerm und meinem Beſten zu mir geführt. Herein! herein! und ſeid meine Gäſte! Euere Kräft ſind erſchöpft; wie weit hättet Ihr noch wan⸗ dern können, Ihr alten Menſchen, und Sie, liebens⸗ würdige Miß Eliſabeth und Miß Anna! Erquicken Sie ſich, ſtärken Sie ſich, und dann geb' ich Euch einen Begleiter, der Euch ſicher in Euere Heimath bringt.

Dieſe Worte waren ſehr geeignet, die verzweifelte Stimmung der kleinen Geſellſchaft zu verſcheuchen, und das Betragen des wackern Obriſten war ganz ſei⸗ nen Worten angemeſſen.

Im Innern der Hütte wurden die Gefangenen von Miß Margaret Fitzjames empfangen. Der Lord faßte ſie zärtlich an der Hand und wandte ſich mit den Worten an die Gäſte:Ich habe die Ehre, Ih⸗ nen in dieſer Dame meine verlobte Braut vorzuſtel⸗ len. Margaret warf Anna einen triumphirenden Blick zu; dieſe ſchlug ihr ſtolzes Auge zu Boden und war im Herzen froh, daß ihr häßlicher Gemahl in der Schlacht abhanden gekommen war, um keinen Ver⸗ gleich aushalten zu müſſen. Die Gäſte beglückwünſch⸗ ten das Brautpaar, nahmen dann ein Frühſtück ein und erquickten ſich durch einige Stunden Schlaf. Als

ſie erwachten, lagen Fiſcher- und Bauernkleider für

ſie bereit, die ihnen bald eine unkenntliche Geſtalt ga⸗ ben; ein Dragoner harrte ihrer als begleitende Sauve⸗ garde, verſehen mit einem von Lord Wexford ausge⸗ ſtellten Paß, worin die Flüchtlinge als Bauern von ſeinen Gütern bezeichnet waren. Der Obriſt ſelbſt